Broken-Heart-Syndrom – Wenn seelischer Schmerz das Herz krank macht
Ein gebrochenes Herz – diese Redewendung verbinden wir meist mit Liebeskummer, Trauer oder dem Verlust eines geliebten Menschen. Doch was viele nicht wissen: Starke emotionale Belastungen können tatsächlich zu einer ernsthaften Erkrankung des Herzens führen.

Die Medizin bezeichnet dieses Phänomen als Broken-Heart-Syndrom, auch bekannt als Takotsubo-Syndrom oder stressinduzierte Kardiomyopathie.
Die Erkrankung zeigt eindrucksvoll, wie eng unsere Psyche, unser Nervensystem und unser Herz-Kreislauf-System miteinander verbunden sind. Besonders bemerkenswert ist, dass die Beschwerden einem akuten Herzinfarkt täuschend ähnlich sein können, obwohl sich bei der Untersuchung häufig keine verschlossene Herzkranzarterie nachweisen lässt.
Das Broken-Heart-Syndrom ist keineswegs nur eine bildhafte Beschreibung für emotionalen Schmerz, sondern eine medizinisch anerkannte, potenziell lebensbedrohliche Funktionsstörung des Herzmuskels. Die gute Nachricht ist, dass sich die Herzfunktion bei vielen Betroffenen innerhalb weniger Wochen wieder vollständig erholt.
Was ist das Broken-Heart-Syndrom?
Beim Broken-Heart-Syndrom kommt es zu einer plötzlich auftretenden, meist vorübergehenden Störung der Pumpfunktion des Herzens. Betroffen ist vor allem die linke Herzkammer, die sauerstoffreiches Blut in den Körper pumpt.
Charakteristisch ist eine Veränderung der Bewegung bestimmter Herzmuskelabschnitte. Während sich einige Bereiche nur noch eingeschränkt zusammenziehen, arbeiten andere normal oder sogar verstärkt. Bei der klassischen Form erweitert sich die Herzspitze während der Kontraktion ballonartig.
Diese besondere Form erinnert an ein traditionelles japanisches Gefäß, das zum Fang von Tintenfischen verwendet wird und als „Takotsubo“ bezeichnet wird. Daher stammt auch der medizinische Name der Erkrankung.
Anders als beim klassischen Herzinfarkt liegt häufig kein akuter Verschluss einer Herzkranzarterie vor. Dennoch können die Auswirkungen auf das Herz erheblich sein. In der akuten Phase kann die verminderte Pumpfunktion zu Herzrhythmusstörungen, Herzschwäche und in seltenen Fällen zu einem lebensbedrohlichen Kreislaufversagen führen.
Wie entsteht das Broken-Heart-Syndrom?
Die genauen Entstehungsmechanismen sind wissenschaftlich noch nicht vollständig geklärt. Als wesentlicher Faktor gilt eine überschießende Reaktion des Körpers auf außergewöhnlichen Stress.
Bei starken emotionalen oder körperlichen Belastungen aktiviert der Organismus das sympathische Nervensystem. Dabei werden vermehrt Stresshormone wie Adrenalin und Noradrenalin ausgeschüttet. Diese Botenstoffe bereiten den Körper normalerweise darauf vor, auf eine Gefahr zu reagieren.
Unter bestimmten Umständen kann diese Stressreaktion jedoch so ausgeprägt sein, dass sie die Funktion des Herzmuskels vorübergehend beeinträchtigt.
Wissenschaftliche Untersuchungen legen nahe, dass hohe Konzentrationen von Stresshormonen die Herzmuskelzellen direkt beeinflussen, die Durchblutung der kleinsten Blutgefäße im Herzen verändern und den Energiehaushalt der Herzmuskelzellen stören können.
Auch die Kommunikation zwischen Gehirn und Herz scheint eine wichtige Rolle zu spielen. Insbesondere jene Gehirnregionen, die für die Verarbeitung von Emotionen und Stress zuständig sind, könnten an der Entstehung beteiligt sein.
Wichtig ist jedoch, dass nicht bei allen Betroffenen ein eindeutiger Auslöser gefunden wird. Das Broken-Heart-Syndrom kann auch ohne erkennbare psychische Belastung auftreten.
Welche Ereignisse können ein Broken-Heart-Syndrom auslösen?
Häufig berichten Betroffene, dass der Erkrankung ein außergewöhnlich belastendes Ereignis vorausgegangen ist. Dazu zählen beispielsweise der Tod eines nahestehenden Menschen, eine Trennung, schwere familiäre Konflikte, existenzielle Sorgen oder ein traumatisches Erlebnis.
Auch große Angst, eine unerwartete schlechte Nachricht oder ein besonders intensiver emotionaler Schock können eine Rolle spielen.
Interessanterweise muss der Auslöser nicht immer negativ sein. In der medizinischen Literatur wurden auch Fälle beschrieben, bei denen außergewöhnlich positive Erlebnisse, etwa eine überraschende Familienfeier oder ein besonders freudiges Ereignis, eine vergleichbare Reaktion hervorgerufen haben. Diese seltene Variante wird als „Happy-Heart-Syndrom“ bezeichnet.
Neben emotionalen Ereignissen können körperliche Belastungen wie schwere Infektionen, Operationen, neurologische Erkrankungen, starke Schmerzen oder akute Atemwegserkrankungen ein Takotsubo-Syndrom begünstigen.
Die Erkrankung ist daher nicht ausschließlich eine Folge von Trauer oder psychischem Stress.
Wer ist besonders gefährdet?
Das Broken-Heart-Syndrom betrifft überwiegend Frauen, insbesondere nach den Wechseljahren. In vielen Untersuchungen machen Frauen etwa 80 bis 90 Prozent der diagnostizierten Fälle aus.
Warum Frauen nach der Menopause häufiger betroffen sind, ist noch nicht abschließend geklärt. Wissenschaftlich diskutiert wird unter anderem die Bedeutung des sinkenden Östrogenspiegels, da Östrogene verschiedene schützende Wirkungen auf das Herz-Kreislauf-System und die Gefäßfunktion haben.
Auch Unterschiede in der Stressverarbeitung und der Regulation des autonomen Nervensystems könnten eine Rolle spielen.
Männer können ebenfalls erkranken. Bei ihnen wird das Syndrom häufiger im Zusammenhang mit schweren körperlichen Erkrankungen oder akuten medizinischen Belastungen beobachtet.
Das Broken-Heart-Syndrom ist jedoch keine Erkrankung, die ausschließlich ältere Menschen betrifft. Auch jüngere Frauen und Männer können betroffen sein.
Welche Symptome treten auf?
Die Beschwerden beginnen meist plötzlich und ähneln häufig jenen eines akuten Herzinfarkts.
Typisch sind starke Schmerzen oder ein Druckgefühl im Brustkorb, Atemnot, Herzklopfen, Schwindel und ausgeprägte Schwäche. Manche Betroffene berichten über Übelkeit, Schweißausbrüche oder ein Gefühl großer Angst.
In schweren Fällen können Bewusstlosigkeit, gefährliche Herzrhythmusstörungen oder ein akutes Herzversagen auftreten.
Da sich die Symptome nicht zuverlässig von einem Herzinfarkt unterscheiden lassen, ist eine rasche medizinische Abklärung unbedingt erforderlich.
Wichtig: Plötzlich auftretende Brustschmerzen, starke Atemnot oder Bewusstlosigkeit sind medizinische Notfälle. In Österreich sollte unverzüglich die Rettung unter der Telefonnummer 144 verständigt werden. Betroffene sollten keinesfalls selbst mit dem Auto ins Krankenhaus fahren.
Wie wird das Broken-Heart-Syndrom diagnostiziert?
Die Diagnose erfordert eine sorgfältige kardiologische Untersuchung, da zunächst ein akuter Herzinfarkt und andere gefährliche Ursachen der Beschwerden ausgeschlossen beziehungsweise erkannt werden müssen.
Im Elektrokardiogramm, kurz EKG, können Veränderungen auftreten, die jenen eines Herzinfarkts ähneln. Auch bestimmte Blutwerte, insbesondere das kardiale Troponin, können erhöht sein. Troponin wird freigesetzt, wenn Herzmuskelzellen geschädigt werden.
Zusätzlich sind häufig die sogenannten natriuretischen Peptide, insbesondere BNP oder NT-proBNP, erhöht. Diese Laborwerte können Hinweise auf eine Belastung des Herzmuskels geben.
Eine besonders wichtige Untersuchung ist die Echokardiografie, also der Herzultraschall. Dabei lässt sich feststellen, ob bestimmte Bereiche des Herzmuskels nur eingeschränkt arbeiten und ob die Pumpfunktion der linken Herzkammer vermindert ist.
Je nach klinischer Situation wird eine Koronarangiografie durchgeführt, bei der die Herzkranzgefäße untersucht werden. Damit kann festgestellt werden, ob ein akuter Gefäßverschluss oder eine relevante Verengung vorliegt.
Eine weitere wichtige Untersuchungsmethode ist die kardiale Magnetresonanztomografie, kurz Herz-MRT. Sie kann helfen, das Broken-Heart-Syndrom von einer Herzmuskelentzündung oder einem Herzinfarkt zu unterscheiden.
Wichtig ist, dass eine bestehende koronare Herzkrankheit ein Takotsubo-Syndrom nicht grundsätzlich ausschließt. Entscheidend ist die Gesamtbeurteilung aller Befunde.
Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?
Die Behandlung richtet sich nach dem Schweregrad der Erkrankung, der Herzfunktion und möglichen Komplikationen.
In der akuten Phase werden Betroffene meist stationär überwacht, häufig auf einer kardiologischen Überwachungsstation. Dies ist notwendig, weil insbesondere in den ersten Tagen Herzrhythmusstörungen und Kreislaufprobleme auftreten können.
Solange ein Herzinfarkt nicht ausgeschlossen ist, erfolgt die Behandlung zunächst entsprechend den medizinischen Empfehlungen für ein akutes Koronarsyndrom.
Nach gesicherter Diagnose wird die Therapie individuell angepasst.
Bei eingeschränkter Pumpfunktion können bestimmte Medikamente zur Behandlung einer Herzschwäche eingesetzt werden, beispielsweise ACE-Hemmer oder Angiotensin-Rezeptorblocker. Auch Betablocker kommen abhängig von der individuellen Situation infrage.
Allerdings ist die wissenschaftliche Evidenz für eine langfristige medikamentöse Behandlung beim Takotsubo-Syndrom begrenzt. Bislang konnte nicht für alle üblicherweise eingesetzten Herzmedikamente eindeutig nachgewiesen werden, dass sie Rückfälle verhindern oder die langfristige Prognose verbessern.
Bei schweren Komplikationen wie einem kardiogenen Schock muss die Therapie besonders sorgfältig auf die zugrunde liegende Kreislaufstörung abgestimmt werden. Bestimmte Medikamente können bei einer Verengung des linksventrikulären Ausflusstrakts sogar nachteilig sein.
Die Behandlung sollte deshalb immer durch erfahrene kardiologische Fachärztinnen und Fachärzte erfolgen.
Kann sich das Herz wieder vollständig erholen?
Eine Besonderheit des Broken-Heart-Syndroms ist, dass die eingeschränkte Pumpfunktion häufig reversibel ist.
Bei vielen Patientinnen und Patienten normalisiert sich die Herzfunktion innerhalb weniger Tage bis Wochen. Häufig wird innerhalb von vier bis acht Wochen eine deutliche oder vollständige Erholung beobachtet.
Dennoch bedeutet eine normalisierte Herzfunktion nicht zwangsläufig, dass alle Beschwerden verschwunden sind.
Ein Teil der Betroffenen berichtet auch Monate nach dem akuten Ereignis über Müdigkeit, verminderte körperliche Belastbarkeit, Atemnot oder anhaltende Erschöpfung.
Studien weisen darauf hin, dass trotz normalisierter Pumpfunktion bei manchen Menschen längerfristige Veränderungen der körperlichen Leistungsfähigkeit und des Herzstoffwechsels bestehen können.
Deshalb sind regelmäßige kardiologische Nachkontrollen wichtig. Dabei wird insbesondere überprüft, ob sich die Herzfunktion vollständig erholt hat und ob weiterhin Beschwerden bestehen.
Kann das Broken-Heart-Syndrom erneut auftreten?
Ein erneutes Auftreten ist möglich, betrifft jedoch nur einen kleineren Teil der Patientinnen und Patienten. In langfristigen Beobachtungsstudien werden Rückfälle bei ungefähr fünf bis zehn Prozent der Betroffenen beschrieben, wobei die Häufigkeit von der untersuchten Patientengruppe und der Beobachtungsdauer abhängt.
Ein Rückfall kann durch ein ähnliches belastendes Ereignis ausgelöst werden, aber auch ohne erkennbaren Zusammenhang mit dem ursprünglichen Auslöser entstehen.
Eine medikamentöse Behandlung, die Rückfälle zuverlässig verhindert, ist bislang nicht etabliert.
Umso wichtiger sind die individuelle Nachbetreuung, die Behandlung bestehender Herz-Kreislauf-Erkrankungen und ein bewusster Umgang mit körperlichen und psychischen Belastungen.
Welche Rolle spielt die Psyche bei der Genesung?
Das Broken-Heart-Syndrom verdeutlicht, dass seelische Belastungen und körperliche Erkrankungen nicht unabhängig voneinander betrachtet werden können.
Viele Betroffene erleben die Erkrankung als einschneidendes Ereignis. Die plötzlich auftretenden Beschwerden, der Krankenhausaufenthalt und die Angst vor einer erneuten Herzerkrankung können psychisch stark belasten.
Manche Menschen entwickeln nach dem Ereignis eine erhöhte Ängstlichkeit, Schlafstörungen oder ein ausgeprägtes Unsicherheitsgefühl im Umgang mit körperlichen Belastungen.
Eine psychologische oder psychotherapeutische Begleitung kann helfen, das Erlebte zu verarbeiten und individuelle Strategien zur Stressbewältigung zu entwickeln.
Entspannungsverfahren, regelmäßige Bewegung im Rahmen der ärztlichen Empfehlungen, ausreichend Schlaf und soziale Unterstützung können das allgemeine Wohlbefinden und die psychische Gesundheit fördern.
Allerdings gibt es bisher keine ausreichenden wissenschaftlichen Belege dafür, dass bestimmte Entspannungsmethoden ein erneutes Broken-Heart-Syndrom zuverlässig verhindern können.
Besonders wichtig ist, dass Betroffene nicht das Gefühl bekommen, ihre Erkrankung durch mangelnde Stressbewältigung selbst verursacht zu haben. Das Takotsubo-Syndrom ist eine komplexe körperliche Erkrankung, bei deren Entstehung verschiedene biologische Mechanismen zusammenwirken.
Was bedeutet die Erkrankung für den Alltag?
Nach der akuten Erkrankung benötigen viele Betroffene zunächst Zeit, um ihre körperliche Belastbarkeit wieder aufzubauen und Vertrauen in ihren Körper zurückzugewinnen.
Wann berufliche Tätigkeiten, Sport oder andere körperliche Belastungen wieder aufgenommen werden können, hängt vom individuellen Krankheitsverlauf und der Erholung der Herzfunktion ab.
Eine kardiologische Rehabilitation kann insbesondere bei anhaltender Leistungseinschränkung sinnvoll sein. Dabei werden körperliches Training, medizinische Betreuung und gegebenenfalls psychologische Unterstützung miteinander kombiniert.
Wichtig ist eine offene Kommunikation mit dem behandelnden medizinischen Team. Anhaltende Atemnot, Brustschmerzen, Herzrasen oder ungewöhnliche Erschöpfung sollten nicht einfach als psychische Nachwirkungen abgetan werden, sondern ärztlich untersucht werden.
Auch Angehörige können eine wichtige Rolle spielen. Verständnis, Geduld und emotionale Unterstützung erleichtern vielen Betroffenen die Rückkehr in den Alltag.
Warum ist das Broken-Heart-Syndrom besonders für die Frauengesundheit relevant?
Da die Erkrankung überwiegend Frauen nach der Menopause betrifft, ist das Takotsubo-Syndrom auch ein wichtiges Thema der geschlechtersensiblen Medizin.
Lange Zeit wurden Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor allem mit Männern in Verbindung gebracht. Dabei gehören Herz-Kreislauf-Erkrankungen auch bei Frauen zu den häufigsten Todesursachen.
Das Broken-Heart-Syndrom zeigt, wie wichtig es ist, geschlechtsspezifische Unterschiede bei der Entstehung, Diagnostik und Behandlung von Herzerkrankungen zu berücksichtigen.
Insbesondere die möglichen Zusammenhänge zwischen hormonellen Veränderungen, Stressreaktionen und der Funktion des Herzmuskels verdienen weitere wissenschaftliche Aufmerksamkeit.
Ebenso wichtig ist die Aufklärung darüber, dass Brustschmerzen und Atemnot bei Frauen immer ernst genommen werden müssen.
Eine vorschnelle Zuordnung körperlicher Beschwerden zu psychischen Ursachen kann dazu führen, dass notwendige Untersuchungen verzögert werden.
Kurz zusammengefasst:
Wenn das Herz Hilfe braucht
Das Broken-Heart-Syndrom macht deutlich, wie eng körperliche und emotionale Prozesse miteinander verbunden sind. Ein außergewöhnliches Ereignis kann unter bestimmten Voraussetzungen eine ernsthafte Funktionsstörung des Herzens auslösen.
Die Erkrankung ist medizinisch gut beschrieben, auch wenn noch viele Fragen zu ihren Entstehungsmechanismen und langfristigen Folgen offen sind.
Für Betroffene ist besonders wichtig zu wissen, dass sich das Herz in vielen Fällen wieder erholen kann. Gleichzeitig sollte die Erkrankung keinesfalls verharmlost werden, da in der akuten Phase schwerwiegende Komplikationen möglich sind.
Die wichtigste Botschaft lautet: Nicht jeder Herzschmerz ist nur ein Gefühl. Wenn plötzlich Brustschmerzen, Atemnot oder Kreislaufprobleme auftreten, ist rasche medizinische Hilfe entscheidend.
Eine gute kardiologische Betreuung, ein verständnisvolles Umfeld und die Berücksichtigung psychischer Belastungen können dazu beitragen, dass Betroffene nach einem Broken-Heart-Syndrom wieder Vertrauen in ihr Herz und ihre Lebensqualität gewinnen.
Wissenschaftliche Quellen und weiterführende Literatur
Ghadri, J.-R. et al. (2018): International Expert Consensus Document on Takotsubo Syndrome (Part I): Clinical Characteristics, Diagnostic Criteria, and Pathophysiology. European Heart Journal, 39(22), 2032–2046. Diese internationale Expertenpublikation beschreibt Ursachen, Risikofaktoren, Krankheitsmechanismen und Diagnosekriterien.(PubMed)
Ghadri, J.-R. et al. (2018): International Expert Consensus Document on Takotsubo Syndrome (Part II): Diagnostic Workup, Outcome, and Management. European Heart Journal, 39(22), 2047–2062. Diese Veröffentlichung behandelt die Diagnostik, mögliche Komplikationen und therapeutische Vorgehensweisen.(PubMed)
Almendro-Delia, M. et al. (2024): Recovery of Left Ventricular Function and Long-Term Outcomes in Patients With Takotsubo Syndrome. Journal of the American College of Cardiology, 84(13), 1163–1174. Die Registerstudie mit 1.463 Patientinnen und Patienten untersucht die Erholung der Herzfunktion und deren Bedeutung für die langfristige Prognose.(JACC)
Madias, J. E. (2024): The recurrence rate of takotsubo syndrome may be higher than currently reported. Current Problems in Cardiology, 49(3), 102413. Die Veröffentlichung beschäftigt sich mit dem Risiko wiederkehrender Takotsubo-Ereignisse und der Bedeutung langfristiger Nachbeobachtung.(PubMed)
Ansprechstellen in Österreich
Bei Verdacht auf ein Broken-Heart-Syndrom sind kardiologische Abteilungen und Herzambulanzen die richtigen medizinischen Anlaufstellen. Universitätskliniken und größere Krankenhäuser in Österreich verfügen über die erforderlichen diagnostischen Möglichkeiten, einschließlich Herzultraschall, Koronarangiografie und gegebenenfalls Herz-MRT.
Weiterführende Informationen bieten die Österreichische Kardiologische Gesellschaft und das öffentliche Gesundheitsportal Österreichs
Für die Orientierung im Gesundheitssystem steht außerdem die telefonische Gesundheitsberatung unter 1450 zur Verfügung. Bei akuten Beschwerden ist hingegen immer die Rettung unter 144 zu verständigen.
Medizinischer Hinweis: Dieser Beitrag dient der evidenzbasierten PatientIneninformation und ersetzt keine individuelle ärztliche Diagnose oder Behandlung.


